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Schönheitsideal 21. Jahrhundert

Schönheitsideal 21. Jahrhundert

„Schönheit und Vergänglichkeit“ ist das Thema der neuen Ausstellung im Essl Museum in Klosterneuburg (Niederösterreich). Die gezeigten Werke wollen das herkömmliche Schönheitsideal infrage stellen und zum Nachdenken anregen.

So verzerrt ist Schönheit im 4.Jahrhundert

So verzerrt ist Schönheit im 4.Jahrhundert | Schönheitsideal 21. Jahrhundert

Schönheitsideale verschiedener Kulturen │bc-klinik.de

Schönheitsideale verschiedener Kulturen │bc-klinik.de | Schönheitsideal 21. Jahrhundert

Wie sich der „perfekte Körper“ über die Jahrhunderte verändert hat

Wie sich der „perfekte Körper“ über die Jahrhunderte verändert hat | Schönheitsideal 21. Jahrhundert

Schönheitsideale: Wie würdest du dein Gesicht designen?

Schönheitsideale: Wie würdest du dein Gesicht designen? | Schönheitsideal 21. Jahrhundert

Eine nackte Frauenfigur aus weißem Marmor sitzt auf einem Sockel, ihre Gesichtszüge sind ebenmäßig wie in den Darstellungen der griechischen Antike, doch ihr Körper ist durch eine Krankheit entstellt. Der englische Bildhauer Marc Quinn hat mit zwei Skulpturen die Künstlerin Alison Lapper porträtiert, eine Frau, die aufgrund einer Krankheit körperlich stark beeinträchtigt ist.

Die beiden Werke, die am Beginn der Ausstellung stehen, hinterfragen sehr deutlich den klassischen Schönheitsbegriff. So wie auch die sechs anderen zeitgenössischen Positionen, die in der Schau „Schönheit und Vergänglichkeit“ im Essl Museum gezeigt werden.

Sammlung Essl Privatstiftung

Marmorskulptur von Marc Quinn

So hat sich das Schönheitsideal für Männer in den letzten 4

So hat sich das Schönheitsideal für Männer in den letzten 4 | Schönheitsideal 21. Jahrhundert

Kurator Andreas Hoffer stellt fest, dass viele Besucher eine große Sehnsucht nach Schönheit verspüren: „Viele finden gerade in der zeitgenössischen oder überhaupt in der ganzen modernen Kunst ihr Schönheitsbild nicht wieder. Und viele Menschen von heute, im 21. Jahrhundert, tragen noch immer ein Schönheitsideal im Kopf, das sehr stark vom 19. Jahrhundert geprägt ist.“

In der neuen Ausstellung sind Kunstwerke zu sehen, die auf den ersten Blick nicht den tradierten Schönheitsvorstellungen entsprechen und inhaltlich mehr der Vergänglichkeit als dem vordergründig Schönen verbunden sind.

Sammlung Essl Privatstiftung

„Kampf der Zeit“ von Jörg Immendorff

Zu sehen sind auch Arbeiten des 2007 verstorbenen und damals bereits todkranken deutschen Künstlers Jörg Immendorff, in denen er seine eigene Vergänglichkeit reflektiert. Das Wissen über seine eigene tödliche Krankheit tritt dabei symbolhaft in Erscheinung.

Man habe sich bewusst auf die Auswahl weniger Werke beschränkt, erklärt Kurator Andreas Hoffer: „Gerade in einer Konzentrierung auf wenige Positionen gibt es vielleicht die Chance, dass sich die Menschen ein bisschen Zeit nehmen in der Auseinandersetzung. Wenn ich weiß, ich habe noch sieben Säle vor mir, dann hetze ich doch wieder durch.“

Sammlung Essl Privatstiftung

Ölgemälde von Jörg Immendorff

„Radio NÖ Mittagsmagazin“, Sendung vom 5. Oktober 2011

Zur Ausstellung erscheint auch ein Kunstlesebuch mit literarischen Beiträgen von 17 Autoren.

An sieben Leseabenden sowie beim Open House am 12. und 13. November werden die Autoren des Kunstlesebuchs – darunter Manfred Chobot, Michael Stavaric, Josef Kleindienst, Gerhild Steinbuch und Magda Woitzuck – aus ihren Texten lesen.

Essl Museum, Klosterneuburg: „Schönheit und Vergänglichkeit“, 5. Oktober bis 22. Jänner 2012

Publiziert am 05.10.2011

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James Warnock

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