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Schöne Kleider Zürich

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Sei es «Die Schweizermacher» oder «Die göttliche Ordnung», die Reflexion über Identität scheint etwas sehr Schweizerisches zu sein. Haben wir hierzulande ein stärkeres Bewusstsein für solche Fragen?

Volpe: Nein, das machen auch andere Filmnationen. Ich glaube aber, Schweizer Filmen gelingt es leider einfach nicht besonders gut, etwas Universelles zu erzählen. Sie interessieren nicht einmal die Schweizer richtig. Es ist typisch, dass wir auch da Schwierigkeiten haben, über unsere Grenzen hinauszukommen.

Lyssy: Was man erzählt, ist wurscht. Es geht immer darum, wie man es erzählt, nämlich so, dass die Leute im Kino bleiben.

Volpe: Oder nur schon ins Kino kommen!

Lyssy: Mir ist wichtig, dass der Zuschauer, der aus dem Kino kommt, den Film weiterempfiehlt. Gelingt einem das, hat man ein Publikum. Aber das gilt für jeden Film wieder neu, niemand hat ein Abonnement auf Erfolg.

Müssen Sie sich, wenn Sie heute einen Film drehen, manchmal bewusst in Erinnerung rufen, wie es war, als Sie zum ersten Mal vom Kino überwältigt wurden?

Volpe: Ich bin mit dem Fernsehen aufgewachsen, meine Eltern gingen kaum je ins Kino. Wenn, dann war es ein Event: «Tarzan» im Dorfkino. Ich erinnere mich vor allem, wie wichtig es für meinen Vater war, in eine andere Welt abzutauchen, nach der Arbeit in der Fabrik aus dem Alltag aussteigen zu können und den Fernseher anzustellen. Für mich gab es deshalb nie einen Unterschied zwischen Unterhaltung und Kunst. Ich habe einfach gemerkt, wie wichtig es ist, an Erzählungen teilzuhaben. Es fördert die Kommunikation in der Familie und mit der Welt.

Lyssy: Mich hat die Magie der grossen Kinobilder sehr geprägt. Als Kind war ich im Fip-Fop-Club, eine geniale Marketing-Idee von Nestlé: Deren Leute kamen ein-, zweimal im Jahr mit mobilen Filmprojektoren in die Gemeinden und führten Filme vor. Und am Schluss haben die Kinder eine Tafel Schokolade erhalten. Was ich da gesehen habe, Disney-Filme, Charlie Chaplin, Laurel & Hardy, Harold Lloyd, das hat mich sehr beeindruckt. Kino, das waren für mich Bilder, die in die Knochen gefahren sind. Ich wollte deshalb auch Plakatmaler werden und Filmplakate gestalten, wie sie damals über den Eingängen der grossen Zürcher Kinos gehangen haben. Ich habe als Knabe alles vollgezeichnet, immer nur Gesichter, bei der Aufnahmeprüfung für die Kunstgewerbeschule wurde ich allerdings abgesägt. Der Lehrer hat sich meine Mappe angesehen und gesagt: «Ihnen sollte man links und rechts eins aufs Ohr geben.» Seither habe ich nicht mehr gezeichnet.

Volpe: Ich habe auch gezeichnet, aber eher soapige Sachen, Prinzessinnen und Feen, es ging um Liebe, Schmerz und Eifersucht. Und ich wurde auch nicht in die Kunstschule in Finnland aufgenommen …

Lyssy: Bilden wir eine Schicksalsgemeinschaft!

Gab es einen Moment, als der Blitz eingeschlagen hat und Sie sagten: Ich werde Filmregisseur!?

Lyssy: Es gab ja damals keine Filmschule. Ausser im Ausland, aber das war zu teuer. Das Naheliegendste war eine Fotografenlehre. Die habe ich dann gemacht, das war mein Beruf und damit habe ich Geld verdient. Ich habe im Labor gearbeitet und zuerst mit René Groebli, später auch mit René Burri zusammengearbeitet und dabei immer geschaut, wo finde ich eine Möglichkeit, in die Filmszene zu wechseln?

Volpe: Ich wollte auch eine Fotografenlehre machen, nur wurde mir gesagt: Mädchen sind zu schwach, um die Fotolampen zu schleppen. Ich habe dann das Handelsdiplom gemacht, zu dieser Zeit ging ich in den Filmclub und habe die frühen Filme von Lars von Trier gesehen. In der F+F-Kunstschule in Zürich habe ich damit begonnen, Experimentalvideos zu drehen. Filmen, schneiden, vertonen, ich fand das grossartig. Als ich dann in New York Musikvideos für Dragqueens gedreht habe, wusste ich: Ich muss Filme machen. Erst mal habe ich ziemlich lange als Cutterin gearbeitet.

Lyssy: Du hast also gar nie Filme an einem 16- oder 35-mm-Schneidetisch geschnitten?

Volpe: Doch, ich habe Drehbuch und Dramaturgie an der Filmhochschule in Babelsberg studiert, dort habe ich einen 16-mm-Kurzfilm über meine Nonna gedreht und den Film von Hand geschnitten. Das war 1997, danach hat die Schule auf Digital umgestellt.

Lyssy: Ich war ja Schnittassistent beim ersten Dokumentarfilm von Alain Tanner, «Les apprentis» von 1964. Ich wurde gefragt, ob ich das machen wolle, und da ich es noch nie gemacht habe, habe ich natürlich Ja gesagt. Am Schneidetisch zu sitzen, hiess für mich learning by doing, da habe ich viel gelernt, und so kam es auch zu meinem ersten abendfüllenden Film «Ursula oder Das unwerte Leben». Aber am Computer schneiden, das kann ich nicht.

Volpe: Ich habe genau dann angefangen, als der analoge Film an sein Ende kam und alles digital wurde.

Lyssy: Es gibt vielleicht so etwas wie eine Gnade der frühen Geburt. Zu meiner Zeit war alles übersichtlicher, man gehörte zu diesem oder zu jenem Lager. Die Filmszene war aber auch klein und geschlossen, es war sehr schwierig hineinzukommen. Es war damals die grosse Zeit von Franz Schnyder und Kurt Früh. Bis es dann im Frühjahr 1961 doch geklappt hat: Als «Demokrat Läppli» gedreht wurde, habe ich als Kameraassistent dabei sein können.

Volpe: Heute ist es ja eher eine uneingeschworene Gemeinschaft, ein Alle-gegen-alle ohne grosse Koryphäen. Es gibt kaum grosse Schweizer Vorbilder, die die Jungen toll finden. Man schaut eher ins Ausland.

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James Warnock

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