Schöne Kleider New Yorker

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Der Künstler des weltberühmten Wall-Street-Bullen kämpft gegen das seit dem 8. März aufgestellte Fearless Girl, das Teil einer Marketing-Kampagne ist.

New York Bei einem kleinen stolzen Mädchen hört der Spaß auf. Die neue Bronzestatue „Fearless Girl“, die dem weltberühmten Bullen in New York direkt in die Augen schaut, hat einen Gegner: Der heißt Arturo Modica und ist der Künstler, der einst den mehr als 3.000 Kilogramm schweren Bullen in zweijähriger Arbeit geschaffen und in einer Nacht- und Nebelaktion direkt vor der New Yorker Börse platziert hatte.

Das Problem des in Italien geborenen New Yorkers: Er fühlt sich von dem furchtlosen Mädchen mit wehendem Kleid bedroht. Breitbeinig, die Hände in die Seiten gestemmt und das Kinn keck nach vorne gereckt, steht sie da und stiehlt ihm, beziehungsweise seinem Bullen die Schau. Tatsächlich lassen sich derzeit mehr Touristen vor dem kleinen Mädchen fotografieren als vor dem gewaltigen Bullen.

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Modica will nun verhindern, dass die neue Statue langfristig seinem Tier die Stirn bietet. „Fearless Girl“ ist eine Idee der Werbeagentur McCann im Auftrag von State Street Global Advisers. Die Investmentfirma aus Boston ist der drittgrößte Vermögensverwalter der Welt und hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Frauen in die Vorstände zu bringen.

Ursprünglich sollte das kleine mutige Mädchen als Überraschungsaktion nur am Internationalen Frauentag am 8. März dem Bullen trotzen. Aber da die Figur rasant zu einer neuen Berühmtheit für die Stadt wurde, beschloss der New Yorker Bürgermeister Bill De Blasio persönlich, dass sie noch bis zum 8. März 2018 bleiben darf.

Statue an der Wall Street: „The Fearless Girl“ darf erst einmal bleiben

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Ein Symbol für den Kampf für Gleichberechtigung darf erst einmal bleiben: Die Statue „Fearless Girl“ darf noch bis März 2018 dem berühmten Bullen an der New Yorker Wall Street die Stirn bieten.

Dass Modica Angst hat, dass seine Widersacherin permanent dort stehen bleiben könnte, ist verständlich. Schließlich hatte er seinen Bullen 1989 illegal vor der New York Stock Exchange aufgestellt, woraufhin dieser von den Behörden weggeschafft wurde. Auf Druck der New Yorker Bevölkerung, bei denen das Tier schnell beliebt geworden war, stellten ihn die Behörden 200 Meter weiter südlich im Bowling Green Park auf, wo er bis heute steht. Es ist also durchaus denkbar, dass auch das Mädchen bleiben darf.

Modicas Anwalt Norman Siegel argumentiert damit, dass das Mädchen eine Marketing-Kampagne von State Street für den Index-ETF SHE ist, der auf Unternehmen mit hohem Frauenanteil setzt. Damit werde das Kunstwerk seines Mandanten kommerziell missbraucht und „verletzt damit Modicas Markenrechte“, sagte Siegel auf einer Pressekonferenz.

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Siegel sprach sogar von einer „klassischen Urheberrechtsverletzung“. Die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft sei fraglos ein wichtiges Thema, sagte der Anwalt, fügte aber hinzu: „Vielleicht hätten sie Arturo um Erlaubnis fragen sollen.“

Tatsächlich steht auf der Plakette neben dem Mädchen: „Know the power of women in leadership. SHE makes a difference“ (Lerne die Macht von Frauen in Führungspositionen kennen. SHE (engl. für Sie) macht den Unterschied). Doch die wenigsten Menschen wissen wohl, dass hinter SHE der Gender Diversity Index-ETF von State Street steht.

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