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Schöne Frau Darf Ichs Wagen

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Es ist uns durchaus bewusst: Kein echter Petrolhead fährt ein Kompakt-SUV, womöglich noch mit Frontantrieb. Aber die Millionen Nicht-Petrolheads lieben diese Sorte Auto, weil die Abmessungen übersichtlich sind und man etwas höher sitzt. Und der knuffige Opel kommt bei ihnen besonders gut an. Seit 2016 nennt sich der Opel Mokka übrigens Opel Mokka X.

Gnädiges Fräulein Darf Ich*s Wagen

Gnädiges Fräulein Darf Ich*s Wagen | Schöne Frau Darf Ich’S Wagen

William French (3–3) Schöne Frau Darf Ich’S Wagen | Schöne Frau Darf Ich’S Wagen

Beliebt ist das kleine SUV, weil es praktisch ist, sogar hinten haben die Passagiere noch überraschend viel Platz, kaum Schwächen hat (der Kofferraum ist bei voller Bestuhlung mit 356 Litern etwas klein, die Federung ist etwas straff) und für seine Klasse viel Infotainment bietet. Sehr zu empfehlen sind die Ergonomie-Sitze, auch wenn Opel dafür extra Geld verlangt.

Unser Tipp: Der 1.4 Turbo mit 140 PS in der Ausstattungslinie Edition.

Man kann nichts gegen diesen Wagen sagen, überhaupt nichts (lassen wir mal das Dieselthema). Vielleicht nur so viel: Kaufen Sie sich den VW Golf Variant bloß nicht in Silbermetallic und parken ihn dann am Einkaufszentrum. Sie finden ihn nie mehr wieder, weil alle anderen auch so ein Auto haben.

Anfang 2017 gab es ein Facelift. An den Abmessungen hat sich dadurch jedoch nichts geändert, es gibt jetzt ein neues Infotainmentsystem und überarbeitete Assistenzsysteme. Wer dem Diesel nicht traut und auch keine Lust auf einen reinen Benziner hat, kann sich den Golf Variant auch 1.4 TGI Bluemotion kaufen. Diese Variante mit Erdgas (CNG) gibt es bei VW ab 25.225 Euro.

Unser Tipp: Der 1.0 TSI mit 110 PS als Comfortline.

Auch bei Audi gibt es jetzt Autos mit Erdgas, G-Tron nennt sich das dann in Ingolstadt und ist für Audi A3, A4 und A5 verfügbar. Ein Audi A4 mit Erdgasmotor – das mag den meisten Leuten erstmal ziemlich unsexy vorkommen, ist es aber nicht. In Sachen CO2 und Stickoxide liegt man damit ganz weit vorn.

Deutsches Textarchiv – Goethe, Johann Wolfgang Von: Faust

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Als Antrieb kommt ein 2,0-Liter-Ottomotor zum Einsatz, der mit seinen 170 PS und 270 Newtonmeter Drehmoment ordentliche Fahrleistungen erlaubt. Die Sprintzeit liegt zwischen 8,4 und 8,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit zwischen 221 und 226 km/h – egal, ob im Benzin- oder Gasbetrieb. Alles andere als unsexy, oder?

Im Gegenzug verursachen die G-Tron-Modelle angesichts eines angegebenen Normverbrauchs von rund vier Kilogramm Erdgas circa 3,50 Euro Spritkosten pro 100 Kilometer. Im Benzinbetrieb, hier liegt der Normverbrauch bei etwa sechs Litern, verdoppeln sich die Kosten. Allerdings sind die Erdgasmodelle auch 2500 Euro teurer als ein vergleichbar starker Benziner.

Einfach mal ausprobieren, der Sprit ist bis 2026 auch steuerbegünstigt.

Was ist schlimmer als ein Kompakt-SUV? Richtig, ein Kompaktvan. Ein Nutzfahrzeug mit Baby-an-Bord-Aufkleber – adieu, Fahrspaß! Na ja, wenn die Gören in der Kita sind, kann Vati mit dem Ford-Van einiges reißen. Erstaunlich, wie gut der um die Ecken geht. Nur vorher das klappernde Spielzeug wegräumen.

Aber Spaß beiseite. Ford steht schon seit einigen Jahren für knackige Fahrwerke und ein gutes Fahrgefühl. Unser Tipp: der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 125 PS. Das ist ein drehfreudiges Aggregat, leicht knurrig, aber mit insgesamt angenehmen Manieren. Nur die vom Hersteller versprochenen fünf Liter Spritverbrauch schafft man nicht. Wenn man die Fähigkeiten des Motors auch nur annähernd in Fahrspaß umsetzen will, werden es mindestens zwei Liter mehr.

Die Mercedes E-Klasse ist immer noch ein Ausweis dafür, dass man es geschafft hat – oder zumindest Taxifahrer geworden ist. Und das mittlerweile in der zehnten Generation! Im Ernst: Die E-Klasse ist Blech gewordene Werthaltigkeit, gepaart mit elektronischem Assistenz-Overkill und – im 220 CDI – dem modernsten und mutmaßlich saubersten Dieselmotor von allen.

Die Zeiten, in denen der typische E-Klasse-Fahrer mit Hut, Zigarre und dieser schon an Arroganz grenzenden Ruhe verbunden wurde, die sind lange vorbei. Eine C-Klasse fährt sich heute ein bisschen wie ein Sportwagen. Und wer keinen Diesel möchte, kann auch mit dem 184 PS starken 200 oder dem 211 PS starken 250 nichts falsch machen.

Wir mögen dieses Auto, wir geben es ganz offen zu. Die Verarbeitung des Skoda Superb Combi ist gut, das Design ebenso. Und dann dieser Kofferraum: Es gibt außer dem E-Klasse T-Modell von Mercedes keinen riesigeren Kombi, und das Größe-Preis-Verhältnis ist absolut unerreicht. Dazu von Allrad bis Doppelkupplung alles, was das VW-Regal hergibt. Das fast perfekte Auto.

Der 2.0 TDI mit 150 PS fährt sich tadellos. Aber wenn es kein Diesel sein soll, dann empfehlen wir den 180 PS starken 1.8 TSI in der Ausstattung Active. Da bekommt man für einen Einstiegspreis von rund 32.000 Euro viel Auto fürs Geld.

Spießer aller Länder, vereinigt euch! Lasst ab vom Golf Plus, weil der jetzt sowieso Sportsvan heißt, und steigt gleich ins Rentnerkutschen-Original. Wir wissen, die Mercedes B-Klasse hat noch immer kein jugendliches Images. Dennoch: Kein Auto seiner Klasse kann der B-Klasse das Wasser reichen in Sachen Fahrkomfort, Qualität, Solidität. Punkt.

Bei der Motorenwahl hat man es als potenzieller Käufer nicht leicht. Es gibt Vierzylinder als Diesel, als Benziner, mit oder ohne Allradantrieb; Mercedes bietet die B-Klasse aber auch mit Erdgas und mit Strom an. AMG-Varianten gibt es keine, vermisst man bei diesem Auto aber auch nicht wirklich.

Unser Tipp: Der 180 als Benziner mit 122 PS und DCT-Getriebe.

Ob ihr es glauben wollt oder nicht, wie empfehlen hier auch einen japanischen Kleinwagen, den Mazda 2. Mazda hat es einfach verstanden, worum es beim Autobauen geht: Gewicht. Bereits vor einiger Zeit haben sie daher aufgehört, ihren Kleinwagen von Generation zu Generation größer werden zu lassen und ihn stattdessen leichter gemacht. Das ist eine Idee, die man durch den Kauf des Mazda 2 unterstützen könnte.

Die Verarbeitung dieses 4,05 Meter kleinen Autos ist auf hohem Niveau, die Bedienung einfach, die Lenkung präzise, die Schaltung knackig, und die Sitze sind einfach nur bequem. Nun gut, in den Kofferraum passen bei voller Bestuhlung nur 280 Liter.

Unser Tipp: Der 1.5 Benziner mit 115 PS, wobei der Wagen auch mit dem kleinsten Motor mit 75 PS, nicht untermotorisiert ist.

O ja, wir können so hart sein und einen Hyundai empfehlen. Der Hyundai i30 spielt in der Golf-Liga mit, und er hat sich zu einem echten Konkurrenten entwickelt, weil er die Grundtugenden beherrscht: Ausstattung, Sicherheits- und Fahrtechnik auf gutem Niveau und ansonsten bloß nicht auffallen.

Neu und empfehlenswert sind die neuen Turbobenziner mit 120 oder 140 PS. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gibt es allerdings nur in Verbindung mit dem 1.6 CRDi mit 136 PS. Fünf Jahre Garantie sind übrigens auch eine Ansage.

Und zum guten Schluss noch ein Kompaktwagen aus Japan. Petrolheads mögen weder das seltsame Design von Toyota (vielleicht mal abgesehen vom Toyota GT86), noch können sie dem Hybridthema viel abgewinnen. Beeindruckend an Toyota ist allerdings die Hybrid-Konsequenz.

Und wenn man das Pech hat, in Berlin in ein Prius-Taxi zu steigen, hört man vom Fahrer immer das Gleiche: „Braucht inna Stadt nur fünf Lita, jeht nie kaputt, wa!?“ Man sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass Hybridautos auf der Autobahn nicht gerade Spritsparwunder sind.

Die Batterie unter der Rücksitzbank schluckt bei der Hybridversion übrigens keinen zusätzlichen Platz. Es bleibt bei 360 Liter.

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James Warnock

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