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Das gestrige Interview von Sergio Ermotti auf dem US-Kanal Bloomberg zieht sich seitenlang über den Bildschirm. Was der UBS-CEO dabei von sich gibt, wirft die Frage auf, was er taugt.

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Ermotti redet seine eigene Bank schlecht. Damit sagt er auch, offenbar ohne es zu merken, dass er in seinen 6 Jahren an der Spitze versagt hat.

Dann attackiert er das Land. Umgekehrt lobt er die Deutschen.

Crazy. Aber niemand schreit auf. Ermotti kann fast jede noch so unsägliche Aussage von sich geben: Es greift ihn niemand an.

Der Blick erledigt innert Tagen einen kleinen Grünen-Politiker, dem ein Fehler unterlaufen ist. Die UBS hingegen ist tabu. Sie sitzt im VR von Blick-Mutter Ringier.

Blick und die übrigen Zeitungen berichten, was Ermotti auf Bloomberg gesagt hat, ohne dies zu hinterfragen. Keiner muckt auf, wenn Ermotti den Tarif erklärt.

Was für ein Tarif. Was für ein Unfug.

Auf die Frage, ob nichts heilig sei, nicht einmal ein Wegzug aus Zürich, wie die Skandinavien-Bank Nordea ja ihr Headquarter von Schweden nach Finnland verschoben habe, meinte Ermotti:

„Nothing. Not even. I’ll tell you one thing about Nordea: It’s mostly owned by people who aren’t Swedish investors.“

Das Gleiche gelte für die UBS, fuhr Ermotti fort. „We’re not controlled by Swiss investors, either. We’re owned by foreign investors, as are our direct competitors.“

Es folgte Ermottis Quintessenz: Die Schweiz sei Ok, aber eigentlich nicht so wichtig.

„We feel we are a Swiss-based organization, and Swissness is a competitive advantage. But the reality is we need to balance those aspects with the fact that we cannot have a situation that’s creating a competitive disadvantage.“

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Schweiz und Zürich als Austauschware?

Tatsache ist: Die UBS lebt von der Schweiz, hier liegt immer noch der weitaus grösste Teil der Kundenassets, vom Image des Landes profitiert die UBS wie wenige Unternehmen.

Für Ermotti ist das alles nicht so wichtig.

Gleich wie die Leute. Die sollen am besten bereits heute zusammenpacken.

„You talk to people who are process-oriented firms, and they say they’ll have 50 percent less. It’s not 5 percent or 10 percent but probably something in the middle: 25 percent, 30 percent.“

Nach diesem Einstieg rund um das Thema Arbeit und Personal skizziert Ermotti, was ein Technologie-Umbruch für seine UBS bedeuten würde.

„If you look at UBS, we employ a meaningful amount of people – almost 95,000, including contractors. You can have 30 percent less, but the jobs are going to be much more interesting jobs, where the human content is crucial to the delivery of the service.“

Ein Drittel weniger sei denkbar, sagt Ermotti. Macht von 95’000 aus gerechnet kurz mal über 30’000. Nimmt man „nur“ die 60’000 Leute, welche bei der UBS im Sold stehen, dann sind es 20’000.

Für Ermotti scheinen diese Dimensionen und die Folgen für die Betroffenen aber gar nicht das Thema. Er malt lieber die Zukunft in Rosarot.

„I’m totally convinced that our jobs and industry will continue to be very interesting and challenging.“

Das Leben ist halt kein Zuckerlecken, so die Botschaft des UBS-Spitzenmanns, der in den letzten zwei Jahren je 14 Millionen Franken eingeheimst hat.

28 Millionen in 24 Monaten für sich, Massenabbau für den Rest.

20’000 bis 30’000 Menschen überflüssig, ohne Job, auf der Strasse: Ermotti aber kümmert das offenbar wenig.

Dabei trägt er die Verantwortung. Was hat er in seiner Zeit gemacht? Warum ist die UBS nach so vielen Jahren Ermotti am Steuer immer noch hoffnungslos überdimensioniert, ineffizient, träge?

Kurz: weiterhin Work in progress.

Das ist Ermottis Verdienst. Jedenfalls hat der UBS-CEO in seiner Zeit viel zu wenig unternommen, um die UBS fit zu für die Zukunft zu machen.

Das sagen nicht Kritiker, sondern er selbst – mit seinen Antworten im Bloomberg-Interview.

Er selbst sieht die Lage anders. Und prügelt bei jeder Gelegenheit die Schweizer Regulierung. Gleichzeitig – man staunt – lobt er Mifid 2, das vor allem von Deutschland getriebene EU-Regelwerk.

„I actually think MiFID II can create an opportunity“, sagte er im gestrigen Gespräch mit den Nachrichtenagentur. „It’s not just a threat.“

Die Schweizer Regulierung ein Killer, die deutsche Regulierung ein Segen: Was nur ist in den UBS-Chef gefahren?

Es wird noch besser. Der Mann aus dem Südkanton, der immer adrett wie ein Modestar auftritt, vergleicht seine Bank mit den leuchteten US-Tech-Beispielen.

„(But) when I joined, I said I wanted UBS to be the Apple or the IBM of the financial-services industry: from glory, to near-death, and then back to glory.“

Die UBS, die Apple des weltweiten Private Bankings? Das sollte sie aufgrund ihrer Schweizer Herkunft, der globalen Aufstellung und den rasend schnell wachsenden Vermögen tatsächlich sein.

Nur erstaunlicherweise ist der Multi mit den drei Schlüsseln im Logo weit davon entfernt. Sein wichtigster Bereich, die globale Vermögensverwaltung, kommt seit Jahren nicht vom Fleck.

Das hat zur Höchststrafe geführt. Der Staatsfonds von Singapur, der in der grossen Krise vor 10 Jahren mit Milliarden zu Hilfe geeilt ist, hat sich von der UBS abgewendet.

Man sei „enttäuscht“ vom Investment in die Bank, sagten die Singapurer, und verkauften ihre UBS-Aktien – trotz riesigem Verlust.

Der Grossinvestor geht, nachdem Ermotti nicht das gebracht hat, was man sich von ihm erhoffen konnte. Die Aktie ist im grossen Comeback-Jahr der Finanztitel der reinste Tiefflieger.

Singapur-Investor weg, Bank fett, Vermögensverwaltung am Dümpeln, Aktie unten: Alles spricht für Selbstkritik. Ermotti aber übt sich in Selbstlob.

Noch schlimmer: Er verteilt Noten, macht alle zur Schnecke. Die Six hat er kurzerhand in den Boden gestampft.

Das ist die Bilanz von Ermotti. Sie kontrastiert mit dem Selbstbild des Schweizers. Der will noch lange weitermachen; vielleicht gar als zukünftiger Präsident der Bank, wie er Bloomberg sagte.

„Never say never, but it may not necessarily be something I want to do, or be right for the bank, or that shareholders want.

„[Chairman] Axel Weber said in public that he and I will stay for another five years. By then we’re going to be old enough. And I have no intention to step down.“

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